Klar. Für die digitale Stadt

Standpunkte

Marburg fit machen für die digitale Herausforderung

 

Meine Vorstellung für unsere Stadt:

Smartphones, Internet und die Vernetzung (fast) der ganzen Welt erfassen alle Lebensbereiche. Die immer schnellere Digitalisierung ist auch hier vor Ort Chance wie Herausforderung für unser Zusammenleben. Wir müssen und können diese Entwicklung aktiv mitgestalten und die Chancen nutzen.

Die Neuerungen sind zum einen geeignet unser tägliches Leben zu erleichtern – zum Beispiel durch eine optimierte Energieversorgung, durch die Steuerung von Verkehr, ÖPNV oder von Haus und Hof. Sie können nachhaltiges Leben und Wirtschaften erleichtern und soziale Inklusion verbessern. Die Digitalisierung eröffnet außerdem ganz neue Möglichkeiten für die Bürgerbeteiligung und Transparenz der Stadtpolitik, wie etwa für den Online-Service der Stadtverwaltung.

Datensicherheit und Datenautonomie der Bürgerinnen und Bürger haben für mich dabei oberste Priorität. Digitalisierung beeinflusst Handel, Dienstleistungen und die Arbeitswelt. Deshalb brauchen wir lokale Konzepte gegen die Monopolisierung, die Ökonomisierung und die Entdemokratisierung der ganzen Gesellschaft durch die Interessen einzelner Konzerne.

Für mich bedeutet Digitalisierung mehr als Smartphones und WLAN-Hotspots. Als Grundlage für unser weiteres Handeln gilt es jedoch natürlich die entsprechende Technik in Marburg flächendeckend zur Verfügung zu stellen. Wir Marburgerinnen und Marburger erhalten so die Möglichkeit, durch eigene Initiativen in unserer Universitätsstadt selbst mitzubestimmen, wie sich die neuen Techniken auf unser Leben auswirken. Ich jedenfalls habe weniger Angst vor künstlicher Intelligenz als vor Demenz.

Deshalb will ich Marburg fit machen für die digitale Herausforderung.

 

Was ist zu tun?

 

Technische Voraussetzungen schaffen

Damit Marburg als Kommune die Digitalisierung aktiv gestalten kann, müssen wir die technischen Voraussetzungen schaffen.

 

Digitale Spaltung verhindern – digitale Bildung fördern

Entscheidend für den Erfolg unserer Wissensgesellschaft wird sein, dass niemand abgehängt und jeder/jede Zugang zu neuen Erkenntnissen und Möglichkeiten erhält.

Aktuelle Untersuchungen zeigen eine viel zu geringe (!) digitale Kompetenz unter jüngeren Menschen. Und die digitale Spaltung in diejenigen, die Technik bewusst und informiert nutzen, und jene, die sich überfordert fühlen oder durch zu hohe Kosten ausgeschlossen werden, darf nicht entstehen. Dazu bedarf es der Begleitung und Unterstützung in jedem Alter – und zwar konkret vor Ort und barrierefrei.

 

Was ist zu tun:

Deshalb möchte ich, dass wir

 

 

Lokal digital: für die Wirtschaft statt für Konzernmonopole

Die Digitalisierung birgt nicht nur Risiken, sondern bietet auch viele Chancen für die lokale Wirtschaft und die Menschen. Eine Echtzeitmessung des Busverkehrs und der Parkplatzsituation verbessert und vereinfacht die Mobilität. Kluge Apps helfen Touristen wie Einheimischen mit kleinen und großen Hinweisen. Vernetzungskonzepte unterstützen den lokalen Einzelhandel in Zeiten von nahezu monopolistischen Großkonzernen.

 

Was ist zu tun:

 

 

Sharing-Projekte voranbringen

Das informelle Teilen von Informationen und Gebrauchsgegenständen ist nicht nur in Familien und unter Nachbarn eine gute Tradition. Neuartige Modelle können als Ergänzung zu kommerziellen Angeboten dabei helfen, diese vertrauensvolle Partnerschaft auch stadtweit zu nutzen.

 

 

Kommunale Beteiligungsmöglichkeiten verbessern: Open Government

Bürger wollen informiert sein, mitreden und mitmachen. Sozialdemokraten haben keine Angst vor informierten Bürgerinnen und Bürgern. Der schnelle Zugang zu Informationen durch das Internet kann hier für erheblichen Fortschritt sorgen.

 

Was ist zu tun?

Dafür will ich mich einsetzen:

 

 

Open Source in der Stadtverwaltung

München, Dortmund und andere Städte weltweit machen es vor: Wenn die Stadtverwaltung ihre Software auf Open Source umstellt, schafft das Sicherheit, Stabilität, Unabhängigkeit und spart sogar Kosten. Kostenlose und quelloffene Software ist schon lange kein Nischenthema für Nerds mehr. Die Mehrheit der Mobiltelefone nutzt Open-Source-Software, genauso die meisten E-Mail- und Web-Server.

 

Diese Erfahrungen können in Marburg genutzt und durch geschickte Förderung weiter ausgebaut werden.

 

Was ist zu tun: