Klar. gleichberechtigt

Standpunkte

Meine Vorstellungen für Gleichberechtigung in Marburg:

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist zwar grundgesetzlich garantiert, aber trotz vieler sichtbarer Fortschritte auch heute noch lange nicht Realität. Gleichberechtigung nutzt beiden Geschlechtern: auch Männer wollen am Familienleben mitwirken und profitieren von den Vorteilen „gemischter“ Teams.

Die Universitätsstadt Marburg hat seit fast 30 Jahren ein Gleichberechtigungsreferat und setzt sich aktiv für die Beseitigung von bestehenden Nachteilen von Männern und Frauen ein. Ich möchte, dass wir uns als Kommune beispielhaft verhalten, Diskriminierung in der Gesellschaft klar benennen, Konzepte für geschlechtergerechtes Handeln erarbeiten und fördern und Position für Gleichberechtigung beziehen.

Und ich bin froh, dass dies in Marburg eine gute und kreative Tradition hat, die wir gemeinsam weiterentwickeln werden. Der Marburger Gleichberechtigungspreis, die neue Auszeichnung für familienfreundliche Unternehmen, der Equal Pay Day für gerechten Lohn, das Bündnis für Familie, Mentoringprojekte, Beratung oder Vermittlung für alleinerziehende Mütter und Väter, für werdende Eltern genauso wie für Menschen, die von Armut oder Gewalt betroffen sind, stehen als Beispiele für eine hervorragende Arbeit, die in Marburg zusammen mit vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren aus der ganzen Stadt gelingt.

Ich stehe dafür, dass wir die Gleichberechtigung von Männern und Frauen von Beginn an als Querschnittsaufgabe für uns alle begreifen (Gender Mainstreaming) – von der Gesundheit über Arbeit, Familie, Freizeit, Integration und Mobilität bis hin zur Personal- und Stadtentwicklung – für junge Menschen genauso wie für ältere.

Wir haben in Marburg einen hohen Anteil von Frauen in den politischen Gremien und in Führungsverantwortung in der Stadtverwaltung. Und auch Elternzeit-Inanspruchnahme durch Väter ist keine Seltenheit mehr. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es Frauen und Männern zunehmend Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen mit der Berufstätigkeit zu vereinbaren. Beides will ich weiter fördern und ausbauen (siehe dazu auch Klar. sozial).

Mit dem Girls- und Boys-Day werben wir als Stadt zusammen mit anderen Einrichtungen und Unternehmen sehr offensiv schon bei jüngeren Schülerinnen und Schülern dafür, den Blick für jeweils „geschlechtsuntypische“ Berufe zu öffnen.

 

Was ist zu tun?