Klar. nachhaltig – Umwelt

Standpunkte

Meine Vorstellung von einem lebenswerten und nachhaltigen Marburg:

Unsere lebendige Stadt mit all ihren Möglichkeiten liegt in einer wunderschönen Landschaft umgeben von viel Natur. Viele schätzen die Möglichkeiten zur Naherholung und zum Sport. Weil Marburg aber auch dicht besiedelt ist, bleibt es wichtig, dass wir inmitten der Stadt Naherholungsräume schaffen und ausbauen.

Die größte Bedeutung hierfür hat die Lahn. Wir haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, unsere Stadt näher an den Fluss zu holen. Dafür stehen Cafés, Lahntreppe und Neugestaltung der Wege am Ufer. Daran möchte ich weiter arbeiten. Auch der Alte Botanische Garten soll im Zuge der Fertigstellung des Campus Firmanei so schnell wie möglich wieder von allen genutzt werden können. Der Neue Botanische Garten auf den Lahnbergen ist ein ebenso wertvolles Refugium. Im Buga-Forum des Bürgerbeteiligungsprozesses haben die Marburgerinnen und Marburger viele weitere wertvolle Vorschläge für eine naturnahe Stadtentwicklung erarbeitet, die es zu prüfen und aufzugreifen gilt.

Schloss und Schlosspark müssen erreichbarer sein, darauf werde ich hinarbeiten. Das Projekt eines Schrägaufzugs von der Wasserscheide zum Schloss werde ich weiter voranbringen – andere Möglichkeiten einer besseren Anbindung sind seit Jahren nicht in Sicht. Der Aufzug ist gerade für die Bürger/innen Marburgs wichtig, damit der Schlosspark als Naherholungsgebiet für alle barrierefrei besser erreichbar wird und das Schloss für alle besuchbar ist. Die Stadt muss vorbereitet sein, damit – sobald es ein Umzug der an der Strecke liegenden Physik erlaubt – die Umsetzung in enger Abstimmung mit der Universität erfolgen kann.

Wasser ist ein öffentliches Gut. Mit mir als Oberbürgermeister wird das so bleiben. Ich stehe für Stadtwerke in kommunaler Hand. Privatisierungen der kommunalen Daseinsvorsorge lehne ich ab. Sie nützt nur wenigen Aktionären auf Kosten der Allgemeinheit. Ich möchte Oberbürgermeister für alle Menschen sein.

Neben sauberem Wasser brauchen wir für unsere Gesundheit auch saubere Luft zum Atmen. Deshalb werde ich die Umrüstung der Busse von Diesel auf Gas weiter vorantreiben und mich dafür einsetzen, dass die Stadt mit dem Luftreinhalteplan vorankommt.

Zur Reduzierung der CO2-Belastung können wir mit lokalen Klimaschutzkonzepten auch selbst beitragen. Deshalb stehe ich für ein integriertes Verkehrskonzept der Stadt (s. auch Klar. mobil). Und weil Klimaschutz immer mit der eigenen Erfahrung beginnt, möchte ich die Umwelterziehung schon bei den kleinsten Marburgerinnen und Marburgern fördern. Dafür kann ich auf viele vorhandene Aktivitäten von Ehrenamtlichen und in der Stadtverwaltung setzen.

Grundlage für unsere eigene Lebensqualität ist zugleich die ökologische Vielfalt um uns herum. Deshalb hat der Naturschutz in Marburg zum Beispiel mit der Renaturierung an der Lahn beim Hirsefeldsteg oder mit der Pflege des alten Truppenübungsplatzes bei Cyriaxweimar eine lange Tradition. Streuobstwiesen, wie im Heiligen Grund von Ockershausen, bieten Vögeln dank Bürgerengagement einen einzigartigen Lebensraum. Und sie laden zugleich zum Spazierengehen ein. Diesem Einklang zwischen Mensch und Natur in der Stadt werde ich als Oberbürgermeister meine Aufmerksamkeit widmen.

Dass wir für einen fairen Umgang mit der Natur und einen fairen Genuss von Lebensmitteln aber weit über den eigenen Tellerrand blicken müssen, kann man nicht oft genug wiederholen. Ich bin deshalb stolz in der Stadt des Fairen Handels zu leben. Dass der Eine-Welt-Laden in Marburg ganz zentral am Marktplatz liegt – ist kein Zufall. Initiativen für einen gerechten Handel und zugleich für regionale Produkte möchte ich weiter unterstützen.

Die Deutschen gelten als „Weltmeister der Mülltrennung“ – dennoch gibt es an dieser Stelle noch viel zu tun. Wir sind in unserem kommunalen Handeln dabei abhängig von übergeordneten rechtlichen Rahmenbedingungen, aber unsere Aufgabe vor Ort ist es, kreative Lösungen zu Wiederverwertung, vor allem auch in Kooperation mit lokalen Akteuren, zu schaffen.

Gerade in der Oberstadt ist die Sauberkeit der Straßen und Plätze eine Herausforderung. In Abstimmung mit der Oberstadtgemeinde und Bürgerinnen und Bürgern in der Oberstadt werde ich mich um Lösungen kümmern.

Ich möchte die Bürger vor Lärm schützen. Mein Traum ist daher die Überdachung oder Untertunnelung der Stadtautobahn. Versprechen kann ich die Umsetzung nicht. Wer aber schon aufgegeben hat, daran zu glauben, wird nichts erreichen. Ich werde alles, was in meiner Macht steht, tun, um diesen großen Fortschritt für Marburg zu erreichen. Wir sind dabei auch abhängig von Bund und Land. Meine jahrelange Arbeit in der Landes- und Bundespolitik möchte ich als Oberbürgermeister für Marburg in die Waagschale werfen.

 

Was ist zu tun:

Gut für Marburg, für Lärmschutz, unsere Lebensqualität und das Stadtbild ist eine Untertunnelung oder Überdachung der Stadtautobahn. Ich werde konsequent dafür arbeiten, dass dieser Traum Wirklichkeit werden kann.